Gebt den Kindern einen Fußball, ...

...eine Rutsche und eine Seilbahn, dann sind sie glücklich

Gruppenbild Neustadt 2018
Neustadt 2018

Mit ungewöhnlich kleiner Gruppe begannen wir am Freitag das gemeinsame Abendessen in Neustadt. Für die sechs Konfirmanden war es das erste Mal in Neustadt, für die älteren Teamer/Betreuer war es eine alte Tradition, die im letzten Jahr eine Pause eingelegt hatte.

Wie üblich folgte ein Spieleabend mit verschiedenen Gruppenspielen.

Das Thema der Freizeit war die Passionsgeschichte, verbunden mit der heutigen Zeit, heutigen alltäglichen Problemen. In Kleingruppen wurden Teile aufgearbeitet. Von der Küchentruppe unter Maja Diercks und Helmut Raschs Anleitung wurde das Passafest – genauer das Sedermahl – bearbeitet und für die gesamte Gruppe vorbereitet. Seder kommt aus dem Hebräischen und bedeutet Ordnung. Das Mahl wird von Juden – damals wie heute – in einer genau vorgeschriebenen Ordnung zu sich genommen. Es erinnert an die Flucht der Israeliten aus Ägypten, jeder Teil des Mahls erinnert an ein Element dieser Flucht; Petersilie getaucht in Salzwasser, Mazzen (ein bestimmtes pfannkuchenartiges Fladenbrot), Rettich mit Charosset (ein Mus aus Äpfeln und Mandeln) ein Lamm und natürlich wird Wein gereicht – Traubensaft in unserem Falle, betrunkene Konfis sind nicht erwünscht.

Nach den Vorstellungen der Gruppenarbeiten am Nachmittag fanden wir einen alten, lädierten Fußball auf dem Sperrmüll und nahmen ihn mit auf den Spielplatz in der Nähe, wo dann alle Jugendlichen, und die, die sich noch so fühlten, das Kind in sich rauslassen konnten – ob auf der Seilbahn, der Schaukel oder Rutsche, egal, einfach sein.

Beim nächtlichen Spaziergang trafen wir auf zwei Angler, die freudig über ihre Fische und Angeln erzählten. Darauf folgte ein Fußballmatch, mit einem guten Fußball, im Dunkeln am Strand.

Und sie schießt. Oh... der Ball geht vorbei. Er rollt, nein! Er rollt in die Wogen der Ostsee! Wer wird ihn retten? Und wie? Tim... was macht er da? Er entledigt sich entschlossen seiner Schuhe und rettet wagemutig, unter vollem Einsatz das runde Objekt der Begierde aus den Schlingen des großen Wassers.

Das Match endete unentschieden.

Wieder im Haus folgten noch Spiele, das klassische Werwolfspiel war natürlich ein Muss.
Um 0 Uhr gratulierten wir, die unten Verbliebenen, Josephine zum Geburtstag und um 1:15 Uhr wurde gezwungenermaßen die dreitägige Monopoly-Partie beendet. Die Bank war pleite, die beiden letzten Spieler reich.

Am Sonntagmorgen wurde noch ein Gottesdienst zur Passionsgeschichte Jesu gefeiert.

Birk-Jannis Nagel, Kara Lameck

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